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Pinhead - Egomessiah: Ein Album voller Emotionen und ein unvergessliches erstes Konzert

Autorenbild: Jessy JessJessy Jess

Ilja John Lappin hat mit Pinhead ein neues Kapitel aufgeschlagen. Bekannt als Bassist von The Hirsch Effekt, wagt er sich nun mit "Egomessiah" an sein erstes eigenes Bandprojekt – und das mit voller Wucht. Ursprünglich als Soloprojekt gestartet, hat er sich mit Flo Fleischer, Marc Andrejkovits und Simon Schröder eine Band zusammengestellt, die perfekt harmoniert. Vor allem Simon Schröder dürfte den Fans von The Hirsch Effekt ein Begriff sein – sein präzises, fast schon akribisches Spiel verleiht Pinhead einen unverkennbaren Drive.


Musikalisch bietet Egomessiah eine spannende Mischung aus brutaler Härte und tiefgehender Melancholie. Während Songs wie "Lapse" und "I I I" mit wuchtigen Riffs und brachialen Screams nach vorne peitschen, öffnen Stücke wie "Lonefall" oder "Violetor" eine ganz andere, zerbrechliche Seite von Pinhead's Soundwelt. Ein Highlight ist ohne Frage das monumentale "Lesser Lights", das mit seinen zehn Minuten Spielzeit den perfekten Abschluss für das Album bildet. Sphärische Synthesizer und eine düstere Atmosphäre ziehen sich durch das gesamte Werk, was ihm eine ganz eigene Identität verleiht.



Doch was Egomessiah so besonders macht, ist nicht nur die musikalische Vielfalt, sondern vor allem die Emotion, die in jeder Note steckt. Ilja John Lappin verarbeitet hier nicht nur musikalische Ideen, sondern auch persönliche Erlebnisse und Gefühle. Man spürt in jedem Track seine künstlerische Seele – das Ringen zwischen Wut, Melancholie und Hoffnung.


Hamburg – Ein Auftakt der es in sich hatte


Das erste Konzert einer Band ist immer etwas Besonderes – und das gestrige Debüt von Pinhead im Logo Hamburg war ein voller Erfolg. Der Club war gefüllt mit Fans, Freunden, Wegbegleitern und sogar Vertretern von NoCut, die alle gemeinsam diesen besonderen Moment erleben wollten. Als Support-Act heizte Böse Fuchs das Publikum an, bevor Pinhead für etwas mehr als eine Stunde die Bühne übernahm.



Von der ersten Sekunde an war klar: Die Band funktioniert nicht nur auf Platte, sondern auch live.


Der Einmarsch der Musiker hatte bereits eine beeindruckende Wirkung, und als der erste Ton erklang, war das Publikum sofort gefesselt. Ilja John Lappin und seine Bandkollegen gaben alles – von brachialen, mitreißenden Nummern bis hin zu den ruhigeren, fast schon intimen Momenten. Ein absolutes Highlight war, als Ilja für einen Song sein Cello hervorholte – ein Moment voller Gänsehaut und purer Emotion.



Nach der Show zeigte sich die Band am Merch-Stand, wo nicht nur CDs und Vinyls über den Tisch gingen, sondern auch die brandneue Slappin Lappin III-Sauce. Viele Fans hatten sich im Vorfeld Konzert-Bundles gesichert, bei denen das Ticket gleich mit einer physischen Albumkopie kombiniert wurde. Und auch Autogrammjäger kamen auf ihre Kosten – nicht wenige wollten sich ihre Platte signieren lassen, um später sagen zu können: „Damals wars!“, fest davon überzeugt, dass Pinhead schon bald richtig groß rauskommen wird.



Mit diesem furiosen Auftakt haben Ilja John Lappin und seine Band ein starkes Zeichen gesetzt. Egomessiah ist nicht nur ein beeindruckendes Debütalbum – es ist der Startschuss für eine Band, die definitiv das Potenzial hat, in der Szene Wellen zu schlagen.




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